Es freut uns sehr unsere erste Unterstützung eines Streamers bekannt zu geben! Wer lange vor dem Computer sitzt vergisst oft darauf, wie wichtig es ist, genug Flüssigkeit zu sich zu nehmen, am besten Wasser! Charles hat das erkannt und es freut uns sehr ihn bei seiner Reise durch diverse Computerspiele zu begleiten!

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Basistest: Ein guter Einstieg

Die meisten Testinstitute bieten einen Basistest an, der in der Regel die wichtigsten physikalischen und chemischen Parameter untersucht. Dazu zählen Werte wie die Wasserhärte, Mineralien und Schwermetalle. Typischerweise werden zum Beispiel Calcium, Magnesium, Natrium, Chlorid, Hydrogencarbonat, Aluminium, Eisen, Blei, Nickel und viele weitere untersucht. Ein solcher Test ist in erster Linie dafür ausgelegt, einen möglichst breiten Überblick zur Wasserqualität zu geben. Möchten Sie also eine allgemeine Einschätzung der Lage bekommen, ist dieser Test optimal. Oder Sie möchten einen Verdacht auf eine konkrete Verunreinigung überprüfen. Auch wenn Sie vermuten, dass über die Leitungsrohre oder Armaturen Schwermetalle an das Wasser abgegeben werden könnten, ist ein Basistest meist die richtige Wahl.

Wassertest Baby: Für die Gesundheit der Kleinsten

Kinder reagieren sehr empfindlich auf Fremdstoffe im Wasser. Verunreinigungen, die für Erwachsene kein Problem sind, können bei Babys und Kindern schnell Beschwerden hervorrufen. Baby-Wassertests decken bestimmte Parameter ab, auf die unsere Kleinsten besonders empfindlich reagieren. Optimal, wenn Sie Leitungswasser für Säuglingsnahrung verwenden wollen. Wichtige Testparameter sind unter anderem die Gesamthärte, Calcium, Magnesium, Chlorid, Mangan, Natrium, Blei oder Kupfer. Bakterielle Belastungen werden mit diesen Tests aber meist nicht abgedeckt.

Bakterientest: Hilfe bei unerwünschten Mikroorganismen

Bakterien im Wasser sieht man nicht, schmeckt man nicht und riecht man nicht. Ihre Auswirkungen können dafür umso heftiger sein. Ein Bakterientest umfast meist E.coli- sowie Coliforme Bakterien und untersucht die Keimzahl bei 22 und 37 Grad Celsius. 22 Grad Celsius entspricht nämlich dem Optimum vieler Wasser- und Bodenbakterien, 37 Grad dem Optimum vieler Darmbakterien. Für den Nachweis von Legionellen ist in der Regel ein zusätzlicher Test notwendig. Legionellen sind nicht beim Trinken gefährlich, sondern wenn sie eingeatmet werden. Das wird also etwa beim Duschen problematisch. Die Bakterien können erstzunehmende Lungenentzündungen auslösen.

Hausbrunnen testen: Maßgeblich für Selbstversorger

Wer sich selbst mit Wasser versorgt, ist auch selbst für die Qualität verantwortlich. 10 Prozent der österreichischen Haushalte beziehen ihr Leitungswasser aus einem eigenen Brunnen. Viele davon werden schon seit Generationen genutzt. Über die Wasserqualität machen sich aber manche Besitzer keine großen Gedanken. Spezielle Brunnentests decken alle wichtigen Parameter zur Wasserqualität ab und untersuchen speziell jene Fremdstoffe, die häufig im Brunnenwasser vorkommen. Die Empfehlung lautet, Hausbrunnen ein bis zwei Mal im Jahr zu untersuchen. Besonders wichtig ist das, wenn Kinder das Wasser trinken.

Tests für (fast) alle Bedürfnisse

Die bereits vorgestellten Tests decken viele Problemsituationen ab, manchmal sind aber auch ganz andere Parameter interessant. Arzneimittel, Uran oder Stickstoff möchte wohl niemand im Trinkwasser haben. Deshalb werden auch dafür spezielle Tests angeboten. Oft sind die Rohrleitungen schuld an einer mangelhaften Wasserqualität. Vermutet man eine erhöhte Blei-, Nickel- oder Kupferkonzentration, kann ein Rohrleitungstest Abhilfe schaffen. Viele Testinstitute ermöglichen es auch, nur einen konkreten Wert zu testen. Wenn Sie also wirklich nur zu einem bestimmten Parameter eine Analyse wünschen, können Sie so Geld sparen.

Kleine Reagenzgläser, weiße Laborkittel und eine sterile Atmosphäre. Haben Sie ein solches Bild im Kopf, wenn Sie „Wassertest“ hören? Die Analyse im Labor ist der zuverlässigste Weg, Wasser zu testen. Auch wenn es mittlerweile zahlreiche Do-It-Yourself-Tests gibt, können diese noch lange kein Labor ersetzen.

 

Zuverlässige Wasseranalysen aus dem Labor

Der Hauptgrund, einen Wassertest im Labor durchführen zu lassen, ist wohl die Zuverlässigkeit. Ein Labor hat eine professionelle Ausstattung, geschultes Personal und moderne Analysemethoden. Damit können Selbsttests nicht mithalten. Auch gibt es manche Parameter, die sich nur im Labor genau bestimmen lassen. Dazu gehört etwa Quecksilber, aber auch bei Bakterien ist eine genaue Einschätzung der Lage nur mit einem Labortest möglich. Manche Selbsttests zeigen zwar an, ob sich beispielsweise Coli-Bakterien oder Legionellen im Wasser befinden, die Anzahl der Bakterien können sie aber nicht bestimmen. Um das Gesundheitsrisiko sinnvoll einschätzen zu können, braucht es nach einem solchen Test ohnehin wieder einen Labortest.

Prinzipiell gibt es zwei Wege der Durchführung. Entweder führen Sie die Probennahme selbst durch, oder es kommt ein Mitarbeiter des Testinstituts bei Ihnen vorbei. Eine Probenahme durch das Institut kommt eher bei der Überprüfung von Hausbrunnen vor. Solche Analysen stehen den Untersuchungen von großen Wasserversorgungsunternehmen in puncto Qualität um nichts nach. Aber auch wenn Sie die Probe selbst nehmen, können Sie mit genauen Ergebnissen rechnen – jedenfalls solange Sie sich an die Anleitung halten.

Ein großer Vorteil bei einem Labortest ist, dass Sie eine konsumentenfreundliche Beschreibung der Ergebnisse erhalten. Im Gegensatz dazu sind bei Selbsttests die Farbskalen oder Farbumschläge oft nur eher schwierig zu interpretieren. Auch werden Sie nicht alleine gelassen: Bei Fragen gibt es eine Hotline oder eine Mail-Adresse, an die Sie sich wenden können. So werden Sie ihr Testergebnis bestimmt verstehen.

 

Unverzichtbar: Wasser aus dem Hausbrunnen unbedingt im Labor testen lassen

Ein Zehntel der Bevölkerung versorgt sich selbst mit Wasser über einen Hausbrunnen. Das hat natürlich viele Vorteile, bringt aber auch eine gewisse Verantwortung mit sich – für die Überprüfung der Wasserqualität ist man ausschließlich selbst zuständig. Die Empfehlung lautet, den eigenen Brunnen mindestens einmal im Jahr umfangreich untersuchen zu lassen. Verunreinigungen fallen nämlich nicht unbedingt auf. In Studien wurde herausgefunden, dass nahezu die Hälfte der Hausbrunnen keine Trinkwasserqualität aufweist. Nur wer das Wasser gewissenhaft im Labor untersuchen lässt, kann auf Nummer sicher gehen. Bakterien, Fremdstoffe und Verunreinigungen haben schließlich im Trinkwasser nichts verloren!

 

Qualität hat ihren Preis

Wer sich eine umfangreiche Analyse seines Leitungswassers wünscht, muss dafür ein bisschen tiefer in die Tasche greifen. Zumindest, wenn man die Preise mit denen von Selbsttests vergleicht. Die Preise für Laboranalysen starten etwa bei 50 Euro. Wer sich eine umfangreiche Analyse seines Wassers wünscht, sollte mindestens mit 150 Euro Kosten rechnen. Dazu kommen womöglich noch Portogebühren für den Transport der Wasserprobe ins Labor.

Ist die Probe erst einmal im Labor angekommen, heißt es geduldig sein. Es wird nämlich einige Wochen dauern, bis Sie eine Auswertung bekommen. Bei einem Selbsttest hingegen sehen Sie nach wenigen Minuten ein Ergebnis. Trotzdem unterliegt auch der Labortest möglichen Ungenauigkeiten – etwa, wenn beim Transport etwas schiefgeht. Schwankungen sind aber viel unwahrscheinlicher als bei Selbsttests.

 

Labortests für rechtliche Angelegenheiten

Blei im Trinkwasser – eine Horrorvorstellung. Laut Aqua Quality Austria (AQA) wurde bei mehr als 20% der Wasserproben eine Überschreitung der Grenzwerte von Blei und Nickel festgestellt. Besonders in Wien gibt es noch viele Bleirohre, generell sind sie ein großes Problem in Altbauten. Hier stellt sich eine rechtliche Frage. Grundsätzlich liegt es im Verantwortungsbereich des Vermieters, dass Wohnungen kein Gesundheitsrisiko bergen dürfen. In Deutschland müssen Rohre getauscht werden, wenn sie einen Grenzwert überschreiten. Möchten Sie das mit einem Wassertest nachweisen, werden nur Labortests akzeptiert. Achten Sie aber unbedingt auf die Informationen auf der Verkäuferhomepage! Manche geben explizit an, dass ihre Tests nicht für rechtliche Angelegenheiten herangezogen werden können.

In Österreich ist die gesetzliche Lage nicht so klar. Im Jahr 2004 wurde in einem Fall entschieden, dass es für den Mieter zumutbar ist, das Wasser eine Minute ablaufen zu lassen, um die Bleikonzentration zu senken. Ein neuer Bleigrenzwert könnte das aber kippen. Ob der Vermieter Rohre austauschen muss, ist also rechtlich nicht genau festgelegt. Möchten Sie es aber versuchen und Ihrem Vermieter Druck machen, führen Sie unbedingt einen Labortest durch! Mit einem Selbsttest werden Sie nicht weit kommen.

Wasser ist kühl, klar, farb- und geruchlos. Es darf keine Fremdstoffe in gesundheitsgefährdender Konzentration enthalten und auch bei lebenslangem Genuss nicht krankmachen. Soweit die gesetzlichen Anforderungen an unser Trinkwasser. Vielen Konsumenten ist aber nicht bewusst, dass sie im Grunde selbst für die Wasserqualität verantwortlich sind. Die jeweiligen Wasserversorger müssen natürlich Trinkwasser in passender Qualität abgeben, können aber keine Garantie dafür geben, wie es bei Ihnen zuhause aus dem Wasserhahn kommt. Entscheidend sind nämlich die letzten Meter, also die Wasserrohre im Haus.

Die Gefahr sieht man nicht. In Rohren lauern Schwermetalle, die sich herauslösen können. Blei, Kupfer und Nickel sind ernstzunehmende Gefahren. Besonders bei Schwangeren, Babys und Kleinkindern sollte besonders aufgepasst werden. Auch Bakterien können in Rohren brüten und in erhöhter Zahl ins Wasser gelangen. Besondere Vorsicht ist bei Hausbrunnen geboten. Viele Brunnenbesitzer kennen die genaue Zusammensetzung des Wassers nicht. Die Qualität ist aber in vielen Fällen kaum ausreichend.

 

Das bieten Wassertests zum selbst testen

Wer sich nun nicht sicher ist, ob die Wasserqualität stimmt, sucht womöglich online nach einem Wassertest. Viele bieten die Möglichkeit, Wasser selbst zu testen. Das klingt verlockend – so hat man schnell ein Ergebnis und steigt meist auch noch billiger aus als bei einem Labortest.

Verschiedene Parameter können damit getestet werden. Grundsätzlich decken Sets zum Wasser selbst testen meist die Wasserhärte, den pH-Wert, Blei, Nitrat, Nitrit und Pestizide ab. Auch Bakterien-Tests gibt es, diese zeigen aber nur an, ob Bakterien vorhanden sind und nicht in welcher Zahl. Wer kein Set möchte, findet auch Tests nur für einzelne Parameter.

Die meisten Tests arbeiten dabei mit Teststreifen, die nur in das Wasser getaucht werden müssen. Nach einer kurzen Wartezeit lässt sich das Ergebnis ablesen. Andere Tests funktionieren mit dem chemischen Prinzip der Titration. Das klingt womöglich kompliziert, Sie brauchen dafür aber nur ein ruhiges Händchen. Es handelt sich dabei nämlich um Tropftests, Sie müssen lediglich eine Lösung mit einer Pipette langsam in Ihr Wasser tropfen lassen. Das Wasser verfärbt sich dabei. Die Anzahl der benötigten Tropfen bis zur Verfärbung lässt sich dann ganz leicht auf die Konzentration des getesteten Stoffes umlegen. Dieses Verfahren wird ganz gern bei Tests zur Wasserhärte angewendet.

Bei der Wahl eines Selbsttests ist Vorsicht geboten. Viele Tests sind nämlich für Aquarien ausgelegt – die Abstufungen und Messwerte auf den Teststreifen sind dann natürlich für Fische gedacht. Wie sinnvoll das ist, sollten Sie sich beim jeweiligen Test genau anschauen.

 

Vor- und Nachteile von Selbsttests

Das beste Argument für einen Selbsttest ist wohl der Kostenpunkt. Im Internet lassen sich Testsets zum Teil schon für 5 Euro finden. Ein professioneller Labortest ist natürlich um einiges teurer, spielt aber auch qualitativ in einer ganz anderen Liga. Dennoch kann ein selbstdurchgeführter Wassertest gute Anhaltspunkte für möglich Probleme liefern. Dem Ergebnis können Sie mit einem Labortest dann weiter auf den Grund gehen.

Der große Nachteil von Selbsttests ist die Genauigkeit. Diese ist sehr umstritten, vor allem auch, weil viele Fehler passieren können. Wenn beispielsweise das Gefäß leicht verschmutzt ist, kann das die Ergebnisse stark verfälschen. Ein Labor kann da mit der entsprechenden Ausrüstung viel genauer testen. Auch die Interpretation der Ergebnisse fällt nicht immer leicht. Konsumenten berichten etwa davon, dass die Abstufungen der Farbskalen nicht gut zu unterscheiden sind. Da fällt es dann schwer, das Ergebnis von Teststreifen richtig auszuwerten.

 

Fazit: Entweder günstig oder zuverlässig

Vor allem bei Kindern im Haushalt oder der Versorgung durch einen Hausbrunnen ist die Überprüfung der Wasserqualität wichtig. Ein Selbsttest bietet eher eine grobe Einschätzung – seien Sie also nicht enttäuscht, sollte es nicht gut klappen. Möchten Sie aber auf Nummer Sicher gehen, nehmen Sie gleich etwas mehr Geld in die Hand und lassen Sie Ihr Wasser im Labor testen.

Waren Sie nach einem Urlaub in einem fremden Land schon einmal richtig froh, das Wasser aus der Leitung wieder unbekümmert trinken zu können? Im internationalen Vergleich ist die Wasserqualität in Mitteleuropa top. Unser Körper ist tagtäglich auf genügend Wasserzufuhr angewiesen, auch bei der Körperpflege geht es nicht ohne das kühle Nass. Wie sich unser Trinkwasser dabei gesundheitlich auswirkt, lesen Sie hier.

 

Ohne Wasser kein Leben

Bestimmt haben Sie auch schon das eine oder andere Mal gehört, dass Wasser der Hauptbestandteil in allen Lebewesen ist. Bei Kleinkindern liegt der Wasseranteil bei über 70%, mit zunehmendem Alter trocknen wir regelrecht aus, bis wir im hohen Alter nur mehr zu etwa 45% aus Wasser bestehen.

Wasser ist im menschlichen Körper für viele lebensnotwendige Prozesse unverzichtbar. Wer zu wenig trinkt, kann sich nur schwer konzentrieren, leidet unter Kopfschmerzen oder Schwindelgefühl. Auf lange Sicht kann es sogar zu ernsthaften Erkrankungen kommen. Ausreichend zu trinken ist also wichtig, um gesund zu bleiben.

 

Sporteln, Schwitzen, Trinken – was Sie beachten sollten

Wer Sport treibt, schwitzt. Dadurch verhindert der Körper eine gefährliche Überhitzung. Problematisch dabei ist in erster Linie der Flüssigkeitsverlust, aber auch die Ausscheidung von lebenswichtigen Mineralstoffen. Richtiges Trinken beim Sport ist also ganz wesentlich, um sich fit zu halten. Und in vielen Sportarten kann es sogar zwischen Sieg und Niederlage entscheiden, weil mit einem Flüssigkeitsverlust auch die Konzentrationsfähigkeit abnimmt.

 

Wasser für die Jüngsten: Tipps zur Babynahrung

Passt das Leitungswasser für mein Baby? Eine Frage, die sich viele Eltern stellen. Die Antwort lautet grundsätzlich ja, sicherheitshalber ist ein Wassertest aber nicht schlecht. Viele Eltern kochen vorsichtshalber das Leitungswasser ab, ob das wirklich notwendig ist, darüber scheiden sich aber die Geister. Problematisch kann für manche Kinder der Kalk im Wasser werden. Durch Abkochen lässt sich dieser aber nicht ganz entfernen.

Wasser als Getränk ist während des Stillens oder der ersten Fläschchen-Zeit nicht notwendig. Beginnt man aber, dem Baby Wasser als Getränk anzubieten, sollte ganz genau auf einige Inhaltsstoffe geachtet werden.

 

Das macht kalkhaltiges Wasser mit unserer Haut

Kalk im Wasser zählt zu den häufigsten Problemen, die bei unserem Leitungswasser auftreten. Während die Probleme im Wasserkocher und Co. sehr gut sichtbar sind, fällt uns oft weniger auf, was der Kalk mit unserer Haut macht. Kalk verringert die Waschleistung von Seife und Duschgel, Reste von Mineralien lagern sich auf der Haut ab. Nicht alle Menschen merken den Unterschied zwischen weichem und hartem Wasser. Bei empfindlicher Haut führt der Kalk aber zu verschiedensten Irritationen. Wenn Sie nach einem Urlaub an einem Ort mit weichem Wasser bereits Verbesserungen spüren konnten, sollten Sie vielleicht einmal Ihr Wasser überprüfen lassen.

 

Wie sich hartes und weiches Wasser bei der Haarpflege auswirkt

Krausemähne oder glatt und ohne Volumen? Mit unseren Haaren kämpfen wir oft bei der täglichen Pflege. Auf einen wesentlichen Faktor vergessen wir aber meist – das verwendete Wasser. Ist es sehr kalkhaltig, können sich Mineralien in den Haaren festsetzen, ist es sehr weich, bleiben mitunter Produktrückstände zurück. So wirkt sich die Zusammensetzung des Wassers auf mehrere Ebenen aus – das Aussehen der Haare, wie leicht sie sich stylen lassen und welche Pflegeprodukte benötigt werden. Am Blog geben wir Tipps, wie Sie Ihre Haare bestmöglich in den Griff bekommen.

Bei Muskelarbeit wird chemische Energie in mechanische Energie und Wärme umgewandelt. Der Wirkungsgrad beträgt dabei nur 25%, das heißt die restliche Energie geht als Wärme “verloren“: Uns wird heiß. Bei intensiver körperlicher Aktivität ist der Körper gezwungen, die erzeugte Wärme über den Schweiß nach außen abzugeben, um eine gesundheitsschädigende Überwärmung des Organismus zu vermeiden. Ansonsten würde die Körperkerntemperatur zu sehr erhöht werden.

Wer also Sport treibt, schwitzt. Schwitzen muss kein Zeichen eines schlechten Trainingszustandes sein, im Gegenteil – wer gut ausdauertrainiert ist, kann auch gut schwitzen. Schwitzen ist für die Wärmeregulation des Organismus notwendig, damit die Körperkerntemperatur nicht auf ein gefährliches Niveau ansteigt, was zum Hitzeschlag führen könnte. Wie wichtig die durch ausreichendes Schwitzen am effektivsten mögliche Wärmeabgabe bei längerdauernder körperlicher Belastung ist, soll das Beispiel Marathonlauf veranschaulichen. Spitzen-AthletInnen absolvieren ihn mit einer Körpertemperatur von bis zu 40 Grad Celsius!

Wie viel wir schwitzen, hängt mit einigen Faktoren zusammen. Bei intensiver Leistung, hoher Umgebungstemperatur und Luftfeuchtigkeit steigt der Schweißverlust. Wer viel und andauernd schwitzt, verliert eine nicht unbeträchtliche Menge an Körperwasser. Dies geht zu Lasten der Flüssigkeit in den Körperzellen, dem Zwischenzellraum sowie letztlich auch dem Blutplasma, also dem aus Wasser bestehenden Teil des Blutes. Die Folge ist eine Abnahme der Durchblutung, wodurch der Körper schlechter mit Sauerstoff versorgt wird und „Abfallprodukte“ weniger gut abtransportiert werden können.

 

Gesundheitliche Risiken beim Schwitzen

Bei Sportlern, die in warmem Klima trainieren, kann ein größerer Flüssigkeitsverlust beträchtliche gesundheitliche Probleme verursachen, vor allem durch Überhitzung des Körpers bis hin zum Hitzekollaps und Hitzschlag. Schweißraten, die 2 Liter pro Stunde überschreiten, sind nicht ungewöhnlich. Die Folgen sind nur in wenigen Fällen fatal, erst ein Wasserverlust von 10% des Körpergewichts führt zu ernsthaften Symptomen, eine Dehydration von 15% ist meist schon tödlich. Aber auch relativ kleine Schweißverluste reduzieren bereits die Leistungsfähigkeit.

Wissenschaftliche Untersuchungen ergaben, dass ein Wasserverlust von bereits 2% des Körpergewichts die Leistungsfähigkeit deutlich beeinträchtigt. Dies entspricht bei den meisten Menschen einem Schweißverlust von weniger als zwei Litern. Vor allem in Sportarten, wo zwischen Sieg und Niederlage Bruchteile von Sekunden entscheiden, beeinflusst ein solch nachteiliger Effekt nicht nur das Endresultat, sondern auch den dabei empfundenen subjektiven Ermüdungsgrad.

 

Richtiges Trinken ist entscheidend

Die Flüssigkeitszufuhr spielt beim Sport also eine große Rolle. Wer viel schwitzt, verliert nicht nur Wasser, sondern auch Natrium. Der Verlust an Mineralstoffen muss ebenfalls ausgeglichen werden. Dazu eignet sich bestens ein Wasser mit hohem Natriumgehalt. Wenn Sie zu einem Mineralwasser greifen, sollte dieses lieber kohlesäurefrei oder –arm sein. Das reizt den Magen weniger und vermeidet Schluckauf.

Am Markt sind verschiedene Sportgetränke erhältlich. Elektrolyt- und Isotonische Getränke müssen eine bestimmte Zusammensetzung aufweisen. Die enthaltenen Mineralstoffe können schnell vom Körper aufgenommen werden und ersetzen Wasser- und Energieverluste schnell. Ausgerichtet sind solche Getränke in erster Linie für Hochleistungssportler. Im Breitensport lassen sich mit verdünnten Fruchtsäften in der Regel die gleichen Ergebnisse erzielen. Die Finger lassen sollten sie jedenfalls von Softdrinks und koffeinhaltigen Getränken – solche können den Körper regelrecht weiter austrocknen.

Für die großen Getränkemultis wurde es längst zum Kerngeschäft. Flaschenwasser avancierte zum meistgekauften Getränk der Welt – das ist aus ökologischer Sicht eine Katastrophe. Der Vertrieb von abgefülltem Wasser wächst seit 2008 jährlich weltweit um sechs Prozent, schreibt die „Financial Times“. Die großen Konzerne Danone, Nestle, Coca-Cola und Pepsi kämpfen um die Anteile am Markt. Ihr lukrativstes Geschäft sind nicht mehr Softdrinks, sondern schlicht und einfach gewöhnliches Wasser.

Verbrauch verdoppelt

Vor allem in Asien, China und Indien – wo es die Regierungen nicht immer schaffen, die schnell wachsenden Städte permanent mit sauberem Trinkwasser zu versorgen – wächst der Markt enorm. Chinas Verbrauch von Flaschenwasser hat sich in fünf Jahren sogar verdoppelt, von 17 Milliarden auf 33 Milliarden Liter pro Jahr.

Doch auch in der westlichen Welt wird Wasser zunehmend im Supermarkt gekauft. „Die Wachstumsraten sind hier ähnlich wie in den Schwellenländern“, sagte Marco Settembri, Geschäftsführer von „Nestle Wasser“ zuletzt gegenüber der „Financial Times“. Vor allem die Sorge um Gesundheit und Übergewicht steigere die Nachfrage von Wasser aus der Flasche. Der österreichische Fachverband der Nahrungs- und Genussmittelindustrie gab bekannt, dass der durchschnittliche Österreicher 2014 rund 90 Liter Flaschenwasser nach Hause trug – 1970 waren es noch sechs. Die heimischen Getränkeunternehmen haben im Vorjahr um die 750 Millionen Liter Wasser in Flaschen gefüllt.

 

Erstaunlicher Marketingtrick

In Europa und den USA wurde Wasser in den vergangenen Jahren zum angesagten Lifestyle-Produkt. Der Werbeindustrie ist erstaunliches gelungen. Sie vermarktet ein Produkt, das eigentlich schon jeder zu Hause hat, und fährt damit unglaubliche Gewinne ein. Auf den Etiketten der Flaschen locken reine Quellen, schneebedeckte Berggipfel oder kristallklare Seen. Sie sollen Reinheit, Vitalität und einen gesunden Lebensstil suggerieren. Erfolgreiche Geschäftsfrauen schlürfen in der Fernsehwerbung Mineralwasser. Anstatt zum Hahn greifen die Menschen immer öfter zur Flasche.
Dabei ist die Qualität von handelsüblichem Mineral- oder Tafelwasser in vielen Ländern keineswegs besser als die von Leitungswasser. Ganz im Gegenteil – Leitungswasser untersteht einer Vielzahl von Tests, es ist das am besten überprüfte Lebensmittel der Welt. Viele Mineralwasser aus dem Supermarkt enthalten weniger Mineral­stoffe und haben außerdem ein Problem mit Keimen, wie die Stiftung Warentest in einer Studie bekanntgab.

Und auch in puncto Preis kann Wasser aus der Flasche nicht mit Leitungswasser mithalten. Ein Liter Mineralwasser kostet etwa in Österreich im Durchschnitt 50 Cent, für den man laut dem Wasserreport der Arbeiterkammer (AK) rund 400 Liter Leitungswasser bekommen könnte – ohne sie kistenweise nach Hause zu schleppen. Abgesehen von Qualität und Preis spielt die ökologische Komponente eine nicht zu unterschätzende Rolle. Nur 20 Prozent der verwendeten Plastikflaschen werden nämlich recycelt. Der Rest sammelt sich zu unüberschaubaren Müllbergen an, riesige Plastikinseln in unseren Meeren sind lebensbedrohlich für zahlreiche Tiere.

Vor allem beim ersten Kind sind Eltern schnell besorgt und überfürsorglich. Die Angst, etwas falsch zu machen, ist groß. In gewissen Bereichen ist es wichtig, sich umfangreich zu informieren und gewisse „Regeln“ einzuhalten. Bei anderen Problemen hört man besser auf das Bauchgefühl. Wir beantworten die wichtigsten Fragen rund um die Verwendung von Wasser in der Säuglingsnahrung. Damit Sie wissen, wann Sie auf Ihre Intuition hören können und wann lieber nicht.

 

Darf ich Leitungswasser verwenden?

Grundsätzlich lässt sich diese Frage mit einem klaren Ja beantworten. Das Leitungswasser in Österreich ist prinzipiell von hoher Qualität und wird strenger kontrolliert als Mineralwasser. Die kontrollierten Grenzwerte orientieren sich aber an Erwachsenen. Sind Sie unsicher, ob die Qualität auch für Babys passt, können Sie ganz einfach beim Wasserwerk nachfragen. Etwas schwieriger gestaltet sich das bei einem Hausbrunnen. Hier ist ein Wassertest ratsam, der sich genau an den Bedürfnissen von Babys und Kleinkindern orientiert.

Entscheidend für die Wasserqualität sind aber die letzten Meter, also die Wasserrohre im Haus. Hierfür kann der Wasserversorger keine Garantie übernehmen. In manchen alten Häusern gibt es heutzutage noch Bleirohre, kommt das Wasser aus solchen, ist es definitiv nicht für Säuglingsnahrung geeignet. Auch Kupferrohre können problematisch sein. Vorsichtig sollten Sie hier bei Neubauten sein, da in den ersten drei Jahren durch die Rohre relativ viel Kupfer ins Wasser abgegeben wird. Im Zweifelsfall erspart Ihnen ein Wassertest unangenehme Überraschungen oder das Schleppen von gekauftem Wasser.

Prinzipiell gilt, das Wasser immer erst ablaufen zu lassen. Steht es längere Zeit in der Leitung, spricht man von sogenanntem Stagnationswasser, das viele Stoffe aus der Leitung aufnimmt und mitunter auch eine höhere Keimzahl aufweist. Auch wenn der Wasserhahn nur eine Stunde nicht aufgedreht wurde, ist das stehende Wasser schon ungeeignet. Lassen Sie es solange abfließen, bis es gleichmäßig kühl ist. Meist braucht es dazu zwischen zwei und fünf Litern. Ob Leitungswasser vor der Verwendung abgekocht werden muss, ist umstritten. Manche Ärzte empfehlen, das Wasser in den ersten sechs Lebensmonaten des Babys abzukochen. Andere sind der Ansicht, dass so Allergien gefördert werden. 

 

Unser Wasser zuhause ist sehr kalkhaltig. Schadet das meinem Kind?

Kalk sieht unappetitlich aus, wenn er sich im Wasserkocher ablagert. Aber keine Sorge: der weiße Belag besteht aus den Mineralien Calcium und Magnesium, die keine Gefahr für den menschlichen Organismus darstellen. Prinzipiell sind sie sogar gesund. In der geringen Menge, in der sie in unserem Trinkwasser vorkommen, wirkt sich das aber kaum auf den menschlichen Körper aus.

Der Körper von Babys kann aber manchmal noch nicht so gut mit den Mineralstoffen umgehen. Bei empfindlichen Kindern kann hartes Wasser deshalb zu Blähungen und Verstopfung führen. Bei der Zubereitung von Fläschchen machen manche Eltern ebenfalls schlechte Erfahrungen mit kalkhaltigem Wasser. Das Milchpulver löst sich darin schlecht auf. Deshalb enthärten manche Eltern ihr Wasser. Vorsicht ist aber bei Filterkannen geboten: Diese verkeimen sehr schnell und können so Babys deutlich mehr belasten, als das ungefilterte Wasser.

 

Soll mein Baby zusätzlich zur Muttermilch oder zum Fläschchen Wasser trinken?

Babys, die gestillt werden oder mit Pulver angerührte Milch bekommen, brauchen keine zusätzliche Flüssigkeit. Sobald mit Beikost angefangen wird, ist es sinnvoll, dem Kind ein Getränk anzubieten. Verzweifeln Sie aber nicht, wenn es anfangs nicht trinken möchte. Solange Sie es noch überwiegend mit Milch füttern, braucht es keine weitere Flüssigkeit. Erst wenn das Baby mehr Breimahlzeiten oder Beikost als Milch bekommt, sollte es zusätzlich trinken.

Auch in heißen Sommern ist zu Beginn kein zusätzliches Trinken notwendig. Ist es wirklich sehr heiß, bieten Sie dem Kind einfach öfter die Brust oder das Fläschchen an. Eine schlechte Idee ist es, Säuglingsnahrung mit Wasser zu strecken. Das Pulver sollte immer genau nach Vorgabe mit Wasser vermischt werden, da es so perfekt auf die Bedürfnisse des Babys angepasst ist. Manchmal kommen dennoch Zweifel auf, ob das Kind denn genügend Flüssigkeit zu sich nimmt. Ist dreimal am Tag die Windel nass, gibt es keinen Grund für solche Zweifel.

 

Was sollte mein Kind zur Beikost trinken?

Für die ersten Getränke in Babys Leben gilt: je natürlicher, desto besser. Ist Ihr Leitungswasser für Babys geeignet, ist es perfekt als Getränk. Bei gekauftem Wasser sollten Sie auf die Werte für Nitrat und Natrium achten. Nitrat sollte maximal zu 10 Milligramm pro Liter enthalten sein, Natrium zu 20 Milligramm. Besonders die Werte für Natrium liegen oft weit darüber, da es hierfür keine Grenzwerte in Mineralwässern gibt. Ebenfalls nicht geeignet ist Wasser mit Kohlensäure. Die Säure kann für Blähungen sorgen oder den Zahnschmelz bei ersten Zähnchen angreifen.

Manche Eltern greifen gerne zu speziellen Babytees als Getränk. Hier ist es wichtig, auf natürliche Inhaltsstoffe zu achten und den Tee nicht zu süßen. Manche Tees sind aufgrund der Inhaltsstoffe eher als Arzneimittel zu betrachten. Fragen Sie am besten Ihren Kinderarzt, welchen Tee er empfiehlt. Definitiv nicht geeignet für die Kleinsten sind koffeinhaltige Getränke wie Schwarztee oder Cola. Auch Limonaden sind aufgrund des Zuckergehalts und der Kohlensäure tabu. Fruchtsäfte hingegen sind in Ordnung, wenn sie verdünnt werden. Sie sollten aber eher eine Ausnahme bilden. Trinkt das Kind von frühauf zuckerhaltige Getränke, kann das schon vor dem Durchbrechen der ersten Zähne zu Karies führen.

Wasser wird für zahlreiche Zwecke aufbereitet. Etwa im Rahmen der ganz normalen Trinkwasserversorgung. Im technischen Bereich muss Wasser oft besonderen Reinheitsanforderungen entsprechen. Oder im Outdoor- und Campingbereich, wo nicht immer genügend Wasservorräte mitgeschleppt werden können. Vor allem bei mehrtägigen Trekking-Touren ist das der Fall – abseits der Zivilisation gehört es zum täglichen Ritual, Wasser aufzubereiten.

 

Auf der Suche nach Wasser in der Natur

Bevor Sie Wasser aufbereiten können, müssen Sie es erst gewinnen. In manchen Gebieten ist das einfach. Wasser aus Flüssen oder Seen können Sie abschöpfen und Regenwasser einfach auffangen. Trockene Gebiete stellen jedoch eine Herausforderung dar. Hier sind Ihre Kreativität und Abenteuerlust gefragt. Bildet sich morgens Tau, können Sie diesen mit einem sauberen Stück Stoff sammeln und in den Wasserbehälter auswringen. Auch im Boden versteckt sich das kühle Nass. Mit einer einfachen Vorrichtung können Sie die Bodenfeuchtigkeit zum Kondensieren bringen und Wasser auffangen.

Egal für welche Methode Sie sich entscheiden – aufbereiten sollten Sie das gewonnene Wasser auf jeden Fall.

 

Sichtbare und unsichtbare Probleme

Im Wasser können einige Gefahren lauern. Offensichtlichstes Anzeichen für eine Verschmutzung sind Schwebstoffe. Sie lassen das Wasser trüb werden und schweben, sobald sie aufgewirbelt werden. Im natürlichen Grund- und Quellwasser sind sie meist zu finden. Konkret handelt es sich um Staub oder aufgewirbelten Schlamm, auch feinste Partikel aus der Luft können im Wasser schweben. Solche Verschmutzungen sind nicht unbedingt gesund, lösen in der Regel aber keine schlimmen gesundheitlichen Probleme aus.

Bakterien und Viren sind um einiges gefährlicher. Sie können verschiedene Krankheiten auslösen und sollten gewissenhaft entfernt werden. Im Wasser kommen auch andere Mikroorganismen vor, sogenannte Protozoen. Sie stammen oft aus Abwässern und sind ebenfalls für Krankheiten verantwortlich. Nur mit einer sorgfältigen Entkeimung können Sie ein Gesundheitsrisiko ausschließen.

Auch Chemikalien gehören zu den häufigsten Problemen. Hier handelt es sich oft um Medikamentenrückstände oder Reste von Putzmitteln und Dünger. Solche Stoffe können direkt ins Grundwasser gelangen – sei es über Abwasser aus Betrieben oder aus den Wasserwerken. Nicht alle Aufbereitungsmöglichkeiten sind wirksam gegen chemische Belastungen. Sie sollten beim Kauf eines Produktes darauf achten oder bestenfalls abgelegene natürliche Quellen suchen.

 

Die vier Möglichkeiten der Wasseraufbereitung

Prinzipiell kann Wasser auf vier verschiedene Methoden aufbereitet werden. Alle haben ihre Vor- und Nachteile, oft macht eine Kombination aus verschiedenen Wegen am meisten Sinn.

Abkochen

Hitze ist ein einfacher Weg, Mikroorganismen abzutöten. Bei der Anwendung dieser Methode können Sie nicht viel falsch machen. Sie benötigen dafür geeigneten Brennstoff und ein hitzebeständiges Gefäß. Lassen Sie das Wasser etwa 10 Minuten kochen, in höher gelegenen Gebieten länger. Durch den hohen Luftdruck kocht Wasser nämlich schon bei niedrigeren Temperaturen, die Methode ist nur bis etwa 1 000 Höhenmeter sicher.

Das Abkochen des Wassers macht sämtliche Mikroorganismen unschädlich, Feststoffe jedoch nicht. Das bedeutet, dass Mineralien, Metalle oder Schwebstoffe im Wasser bleiben. Diese Stoffe sinken aber mit der Zeit zu Boden, sodass sich sauberes Wasser abschöpfen lässt. Etwas Zeit muss man ohnehin verstreichen lassen, bis sich das Wasser trinken lässt, zur Kochzeit kommt auch noch etwas Zeit zum Abkühlen dazu. Nachteilig ist in erster Linie der hohe Brennstoffverbrauch. Außerdem verkeimt das Wasser nach dem Abkochen schnell wieder, sodass es nicht zur Lagerung gedacht ist.

Desinfizieren

Noch einfacher in der Handhabung sind Desinfektionstabletten zur Wasseraufbereitung. Kaufen können Sie solche in Sport- und Outdoorgeschäften. Mit den Tabletten werden sowohl Bakterien, Protozoen als auch Viren abgetötet. Achten Sie unbedingt auf die richtige Dosierung – zu niedrig dosiert werden womöglich nicht alle Erreger abgetötet, zu hoch dosiert nehmen Sie unnötig viele Chemikalien zu sich.

Die Tabletten zeichnet eine lange Haltbarkeit aus, sie arbeiten entweder mit Iod oder Chlor. Das schmeckt man auch. Chemisch aufbereitetes Wasser schmeckt nicht unbedingt gut, dafür ist die Methode zuverlässig. Befinden sich aber Schwebstoffe im Wasser, sollten Sie diese zuvor entfernen, da die Chemikalien ansonsten nicht richtig wirken können. Bis die Tabletten ihre Wirkung entfalten, müssen Sie sich etwas gedulden. Etwa zwei Stunden Arbeitszeit benötigen die Chemikalien. Optimal wirken sie in der Regel bei einer Wassertemperatur von 21 Grad Celsius. Sehr kaltes Wasser kann die Wirksamkeit beeinträchtigen.

Vorsichtig sollten Sie bei Tabletten sein, die Silberionen als Wirkstoff angeben. Oft wird angenommen, dass solche desinfizieren. In Wahrheit können Sie nicht entkeimen, sondern eignen sich nur zur Konservierung von bereits aufbereitetem Wasser.

Filtern

Mehrere Hersteller bieten mittlerweile Wasserfilter für den Outdoorbereich an. Klarer Vorteil: Filtern ist die einzige Methode, die gegen Schwebstoffe wirkt. Dafür werden nicht immer alle Mikroorganismen entfernt. Das ist jedoch von Modell zu Modell sehr verschieden. Outdoor-Wasserfilter gibt es nämlich in den verschiedensten Ausführungen für verschiedenste Bedürfnisse. Die leichtesten Varianten sehen aus wie dicke Permanentmarker und sind Strohhalme, mit denen man direkt aus verschmutzten Gewässern trinken kann. Beliebt sind auch Trinkflaschen mit eingebauten Filtern. Für größere Campingvorhaben gibt es große Modelle, die problemlos mehrere Wohnwägen versorgen.

Bei Outdoor-Wasserfiltern sollten Sie unbedingt auf die Lebensdauer achten.

Wird der Filter darüber hinaus verwendet, droht er zu verkeimen und die bereits ausgefilterten Stoffe können konzentriert ins Wasser gelangen. Beachten Sie also unbedingt die Gebrauchsanweisung, auch was die Reinigung und Wartung betrifft. Für Ihren Aufenthalt in der Natur empfehlen wir Ihnen, nur spezielle Outdoorfilter zu verwenden. Falls Sie schon überlegt haben, einfach Ihren normalen Haushaltsfilter einzupacken, vergessen Sie das lieber wieder. Solche Filter sind für andere Voraussetzungen hergestellt und kommen in der Regel nicht gegen Krankheitserreger in natürlichen Gewässern an.

UV-Licht

Eine Methode, die in den vergangenen Jahren immer handlicher geworden ist, ist das Bestrahlen mit UV-Licht. Diese Variante beruht auf einem physikalischen Prinzip. UV-Strahlen haben die Eigenschaft, Mikroorganismen schnell und wirksam abzutöten. Bakterien, Viren und Protozoen können sich so nicht mehr vermehren oder Infektionen auslösen. Auch in Krankenhäusern oder Kläranlagen wird UV-Licht zur Desinfektion eingesetzt.

Für den Outdoor-Bereich gibt es handliche Modelle. Diese sind oft in Stiftform gefertigt und müssen ins Wasser getaucht werden. Je nach der Menge, die Sie aufbereiten wollen, richtet sich die Anwendungszeit. Lange dauert es aber nicht. Ihren Tagesbedarf an Trinkwasser können Sie bei den meisten Modellen innerhalb von ein bis zwei Minuten desinfizieren. Wasseraufbereitung mittels UV-Licht funktioniert relativ schnell und unkompliziert. Außerdem belasten Sie sich selbst und auch die Umwelt nicht mit Chemikalien. Vergewissern Sie sich aber, dass Sie genügend Batterien im Gepäck haben!

 

So geht’s: Anleitung zum Wasseraufbereiten

Soweit zur Theorie – nun geht es in die Praxis. Haben Sie Wasser gefunden, müssen Sie einen passenden Weg finden, es aufzubereiten. Zu Beginn treffen Sie die Unterscheidung zwischen trübem und klarem Wasser. In trübem Wasser befinden sich Schwebstoffe, die unbedingt ausgefiltert werden müssen.

Wenn zu Ihrer Camping-Ausrüstung ohnehin ein Wasserfilter gehört, sind Sie damit gegen Schwebstoffe bereits bestens gewappnet. Alternativ schadet es nicht, ein paar Kaffeefilter einzupacken für den Fall, dass Sie einmal nur trübes Wasser finden. Im Ernstfall filtert auch ein Stück Stoff. Achten Sie dabei aber unbedingt darauf, nur sauberen Stoff zu verwenden. Ganz nach dem Motto „doppelt hält besser“ empfiehlt es sich, das Wasser durch mehrere Lagen laufen zu lassen. Nach der Filterung sollte das Wasser klar sein.

Klares Wasser ist aber noch kein Trinkwasser. Nur wenn Sie einen Outdoor-Wasserfilter verwenden, können Sie das gefilterte Wasser schon trinken. Ansonsten befinden sich noch zahlreiche Mikroorganismen darin. Welche Methode Sie zum Entkeimen wählen, hängt wohl von Ihren persönlichen Vorlieben ab. Bei warmem Wasser und abseits der Gebirge sind Abkochen, chemische Desinfektion und UV-Licht etwa gleich wirksam. Auf langen Touren werden Sie sich Fragen zum Gewicht, der Wartezeit, zur Zuverlässigkeit und vielen weiteren Faktoren stellen.

Unser Fazit: Welche Möglichkeit die beste ist, um Wasser aufzubereiten, kann pauschal nicht gesagt werden. Meist kommt es auf die passende Kombination an. Wenn Sie sich an unsere Tipps halten, steht der richtigen Aufbereitung hoffentlich nichts mehr im Wege!

Sie überlegen, eine Entkalkungsanlage im Haushalt zu installieren? Dann haben Sie bestimmt schon die hartnäckigsten Auswirkungen von kalkhaltigem Wasser kennen gelernt. Als Hilfe bei Ihrer Kaufentscheidung haben wir hier die wichtigsten Vor- und Nachteile von Entkalkungsanlagen zusammengestellt. Beachten sollten Sie, dass diese Anlagen mit unterschiedlichen Prinzipien funktionieren. Im Artikel zu den verschiedenen Arten von Enthärtungsanlagen bekommen Sie einen Überblick zu den gebräuchlichen Methoden. So können Sie die Anlage finden, die am besten zu Ihnen passt.

Der Begriff „Entkalkungsanlage“ ist eher umgangssprachlich. Technisch korrekt ist die Bezeichnung „Enthärtungsanlage“. Wasser kann nämlich nur enthärtet werden, von Kalk spricht man eigentlich erst, wenn er sich ablagert. Entkalkt in diesem Sinne werden also Geräte wie Wasserkocher oder Kaffeemaschine aber auch Badarmaturen oder Fliesen.

 

Vorteile einer Entkalkungsanlage

  1. Weniger Reinigungsaufwand

Eine Entkalkungsanlage sorgt für weiches Wasser. Das bedeutet, dass die kalkbildenden Mineralien Calcium und Magnesium entweder entfernt werden oder sich nicht mehr ablagern können. Somit haben Sie mit weit weniger Kalkablagerungen zu kämpfen oder diese lassen sich deutlich leichter entfernen als zuvor. Besonders im Badezimmer werden Sie froh sein, die lästigen Ränder weniger oft wegschrubben zu müssen.

  1. Wasch- und Reinigungsmittel sparen

Kalkhaltiges Wasser hat auch Auswirkungen auf Reinigungsmittel. Die Wasserhärte hängt nämlich mit der Waschkraft von Spülmittel & Co. zusammen. Hartes Wasser kann seifenartige Lösungen zum Teil neutralisieren, somit wird viel mehr davon gebraucht. Mit einer Entkalkungsanlage brauchen Sie nur mehr die Waschmittelmenge, die für weiches Wasser empfohlen wird, auch bei Geschirrspülmittel oder Duschgel werden Sie Einsparungen bemerken.

  1. Geräte werden nicht so schnell kaputt

Kalk setzt sich schnell in Geräten ab. Besonders, wenn Wasser erhitzt wird, bildet sich rasch eine weiße Kruste. Kaffeemaschinen, Wasserkocher oder Waschmaschinen leiden darunter. Mit weichem Wasser fällt nicht nur die Pflege der Geräte leichter, außerdem sinkt die Gefahr für Schäden.

  1. Strom sparen

Kalkablagerungen verursachen erhöhte Stromkosten. Eine Kalkschicht von nur einem Millimeter steigert den Energieverbrauch beim Heizen bereits um 10 Prozent. Ist etwa im Warmwasserboiler der Heizstab verkalkt, macht sich das schnell auf der Stromrechnung bemerkbar. Der Kalk isoliert zum Teil, sodass der Heizstab weit mehr Energie benötigt, um das Wasser zu erwärmen.

  1. Angenehm für die Haut

Kalk trocknet die Haut aus und verstopft Poren. Laut einer britischen Studie kann kalkhaltiges Wasser so sogar die Ursache für Irritationen wie Ekzeme oder Hautunreinheiten sein. Nach dem Duschen mit weichem Wasser spannt die Haut weniger und fühlt sich gepflegter an. Auch das Duschen oder Baden selbst wird zum neuen Erlebnis. Weiches Wasser ist angenehmer für die Haut.

 

Nachteile einer Entkalkungsanlage

  1. Der Kostenpunkt

Auch wenn es ganz verschiedene Arten von Entkalkungsanlagen gibt, eines haben sie gemeinsam. Billig sind sie alle nicht. Der hohe Preis rechtfertigt sich aber durch die viele Forschungsarbeit, die in den Geräten steckt. Wenn Sie sich für eine Entkalkungsanlage entscheiden, sollten Sie aber jedenfalls zu einem hochwertigeren Modell greifen. Bei den meisten billigen Anlagen wurde eindeutig in der Fertigung gespart.

  1. Gewissenhafte Wartung

Nur wenige Geräte können ohne regelmäßige Wartung betrieben werden. Anlagen, die mit einem chemischen Prinzip arbeiten, müssen laufend vom Fachpersonal gewartet werden. So müssen Sie mit weiteren Kosten und Zeitaufwand rechnen. Vernachlässigt man die Instandhaltung, führt das im schlimmsten Fall zur Verkeimung.

  1. Hohe laufende Kosten

Vor allem Ionenaustauscher, Umkehrosmoseanlagen und Filtersysteme verursachen hohe laufende Kosten. Entkalkungskartuschen und Filter müssen ständig erneuert werden. Zum Teil müssen Entkalkungsanlagen auch mit viel Trinkwasser gespült werden, weil sie ansonsten rasch verkeimen würden. Aufbereitetes Wasser ist somit insgesamt nicht immer billig.

  1. Mineralstoffe aus dem Wasser entzogen

Kalk ist an und für sich gesund. Calcium und Magnesium sind nämlich wichtige Mineralstoffe für den menschlichen Körper. Aus ernährungstechnischer Sicht hat es keine Vorteile, den Kalk zu entfernen. Nur wenige Anlagen arbeiten mit einem Prinzip, welches die Mineralstoffe im Wasser erhält.

  1. Geschmackliche Abstriche

Mit dem Kalk verschwindet auch der bekömmliche Geschmack des Wassers. Auch ohne besonders ausgeprägten Geschmackssinn fällt das auf. Viele schwören zwar beim Tee- und Kaffeekochen auf weiches Wasser, „pur“ schmeckt aber hartes Wasser besser. So greifen viele erst recht zum teuren Flaschenwasser.