Glas, Edelmetall oder Plastik – Trinkflaschen im Nachhaltigkeitscheck

Glas, Edelmetall oder Plastik – Trinkflaschen im Nachhaltigkeitscheck

 

Wiederbefüllbare und nachhaltige Trinkflaschen sind sowohl zu Hause als auch unterwegs eine umweltfreundliche Alternative zu herkömmlichen Einwegflaschen. Aber wann gilt eine Trinkflasche als nachhaltig? Worauf es dabei ankommt und welche Eigenschaften eine Trinkflasche nachhaltig machen, klärt dieser Beitrag.

Warum ist Nachhaltigkeit so wichtig?

 

Der Duden definiert Nachhaltigkeit als eine „längere Zeit anhaltende Wirkung“. Es geht also darum, gewisse Verhaltensmuster langfristig zu verändern. Ein nachhaltiges Verhalten umfasst alle Lebensbereiche. Ob im Alltag, in der Freizeit oder dem Lebensstil – bereits kleine Veränderungen können dazu beitragen, große Erfolge zu erzielen.

Ein bewusster und nachhaltiger Lebensstil leistet in vielen Bereichen einen wertvollen Beitrag. Die Gesundheit profitiert genauso davon wie das Portemonnaie und die Umwelt. Der bewusste Verzicht auf Plastik und Einwegprodukte ist ein erster Schritt, um dem eigenen Leben ein Stück mehr Nachhaltigkeit und Bewusstsein der Natur gegenüber zu verschaffen.

Nachhaltige Trinkflaschen

Wiederverwendbare und nachhaltige Trinkflaschen leisten einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz. Wer also auf Einwegflaschen verzichtet und stattdessen auf wiederverwendbare Trinkflaschen zurückgreift, spart Geld und tut der Umwelt etwas Gutes.

Allerdings ist das Angebot an nachhaltigen Trinkflaschen groß. Auf der Suche nach der passenden Trinkflasche stößt man auf viele Fragen. Meist ist die Frage nach dem Material entscheidend. In erster Linie soll die Trinkflasche nachhaltig sein, keine bedenklichen Schadstoffe enthalten und möglichst leicht zu transportieren sein. Eine einfache Reinigung ist genauso wichtig wie ein auslaufsicherer Verschluss.

Trinkflaschen aus Edelstahl

Edelstahl ist ein langlebiges, gesundheitsfreundliches und nachhaltiges Material. Außerdem ist es gut recycelbar und frei von jeglichen gesundheitsschädlichen Inhaltsstoffen wie z.B. BPA.

Trinkflaschen aus Edelstahl sind lebensmittelecht, wodurch der natürliche Geschmack des Getränks erhalten bleibt. Viele Modelle sind spülmaschinenfest, allerdings sollte man hier auf die Herstellerangaben achten, da sich bei falscher Verwendung mögliche Beschichtungen lösen könnten (z.B. bei Thermosflaschen).

Dass eine Edelstahl Trinkflasche nachhaltig ist, lässt sich ganz einfach erklären: Edelstahl ist besonders robust und stabil. Bei Stürzen aus größeren Höhen kommt es in den meisten Fällen lediglich zu einer Delle, die Funktionsfähigkeit wird dabei nicht beeinträchtig. Somit können Trinkflaschen aus Edelstahl besonders lange genutzt werden, was die Umwelt und ihre Ressourcen schont.

Anmerkung / Exkurs: die meisten Marken lassen ihre Edelstahl Trinkflaschen in China produzieren. Dort ist die größte Industrie und das meiste Know-how angesiedelt. Das heißt im Umkehrschluss, dass die Nachhaltigkeit aufgrund langer Transportwege leidet.

Aber, würde man die Flaschen in Europa produzieren, müssten viele Einzelteile von unterschiedlichen Herstellern geliefert werden. Ein und dieselbe Flasche würde also innerhalb eines Landes wiederum viele Transportwege zurücklegen.

Trinkflaschen aus Glas

Glas ist ein beliebtes Material für die Aufbewahrung von Lebensmitteln und Getränken.

Besonders beliebt für nachhaltige Trinkflaschen aus Glas sind Modelle aus Borosilikatglas. Dieses Glas wird ursprünglich in chemischen Laboren verwendet, deshalb ist es besonders chemikalien- und temperaturbeständig. Abgesehen davon nimmt es keinerlei Gerüche, Geschmäcker oder Verfärbungen an.

Borosilikatglas ist außerdem sehr hitzebeständig und besonders leicht. Trotzdem ist es im Vergleich zu anderen Glasarten sehr robust und hält sogar den ein oder anderen Sturz von nicht allzu großer Höhe aus, ohne dabei zu Bruch zu gehen. Für die meisten Modelle gibt es Schutzhüllen, die kleinere Stürze gut abfangen und Beschädigungen bzw. Brüche vermeiden.

Trinkflaschen aus Glas sind die beste Möglichkeit, die Umwelt zu schonen. Kein anderes Material ist so gut recycelbar wie Glas. Bei achtsamer Verwendung und regelmäßiger Reinigung sind Glasflaschen auch besonders langlebig und absolut geschmacksneutral.

Nachhaltige Trinkflaschen aus Plastik

Es gibt sie – BPA-freie Trinkflaschen aus Plastik! Der innovative Kunststoff „Tritan“ ist sehr leicht und doch stabil. Das macht ihn für Trinkflaschen aus Kunststoff sehr interessant. Tritan ist frei von jeglichen Weichmachern wie BPA und daher auch gesundheitsfreundlich.

Außerdem ist das Material geruchsfrei und aufgrund des geringen Gewichts besonders für Kinder geeignet. Tritan ist außerdem sehr robust, langlebig und spülmaschinenfest.

Was macht eine gute Trinkflasche aus?

Trinkflaschen gibt es in verschiedenen Größen und aus unterschiedlichen Materialien. Damit man sich jedoch einer möglichst langen Lebensdauer erfreut, sollten ein paar wesentliche Punkte beachtet werden:

 

  • Schadstofffreie Materialien:

Wichtig ist, dass die Trinkflasche absolut frei von Schadstoffen und Weichmachern ist. Schadstoffe sind nicht nur schlecht für die eigene Gesundheit, sondern schaden auch der Umwelt. Schadstofffreie Materialien sind einfacher zu recyceln und belasten die Umwelt dadurch nicht zusätzlich.

 

  • Auslaufsicherer Verschluss:

Für unterwegs ist ein zuverlässiger Verschluss, der perfekt abdichtet, wichtig. Allenfalls kann die Flüssigkeit unbemerkt auslaufen. Je nachdem, ob kohlensäurehaltige Getränke darin transportiert werden sollen, sollte die Trinkflasche dafür geeignet sein.

 

  • Einfache Reinigung:

Eine einfache Reinigung ist für entsprechende Hygiene unbedingt notwendig. Nur ordentlich und regelmäßig gereinigte Trinkflaschen können nachhaltig und über einen möglichst langen Zeitraum verwendet werden. Manche Trinkflaschen sind spülmaschinengeeignet – dazu einfach bei den Herstellerangaben informieren.

Fazit: Wann ist eine Trinkflasche nachhaltig?

 

Eine Trinkflasche ist nachhaltig, wenn sie aus umweltfreundlichem Material produziert wurde, möglichst lange wiederverwendet werden und später ordnungsgemäß recycelt werden kann.

Welches Material dabei das richtige ist, kommt ganz auf den persönlichen Geschmack und auf den Verwendungszweck an. Glasflaschen sind für unterwegs weniger geeignet, da es bis dato kein Glas gibt, das zu 100 % bruchsicher ist.

Nachhaltige Trinkflaschen aus Edelstahl hingegen sind robust, stabil und langlebig. Diese sind gute Wegbegleiter für unterwegs, da ihnen Stürze kaum was anhaben können.

Trinkflaschen aus umwelt- und gesundheitsfreundlichem Plastik eignen sich am besten für Kinder, da sie ein geringes Eigengewicht haben und damit die Handhabung für die Kleinen erleichtern.

Aber egal welches Material man wählt, eine ausgewogene Flüssigkeitszufuhr ist über den ganzen Tag verteilt wichtig. Das beugt Kopfschmerzen und Müdigkeit vor. Mit einer nachhaltigen Trinkflasche ist man deshalb immer bestens mit Flüssigkeit versorgt!

6 Tipps für einen nachhaltigen Umgang mit Wasser

6 Tipps für einen nachhaltigen Umgang mit Wasser

Sauberes Trinkwasser – in unseren Breitengraden fast schon eine Selbstverständlichkeit. Im Alltag vergessen wir daher gerne darauf, wie wertvoll Wasser eigentlich ist. Deshalb ist es wichtig, achtsamer damit umzugehen und den eigenen Verbrauch nachhaltiger zu gestalten. Jeder Einzelne kann dabei seinen Beitrag leisten: 6 Tipps, wie Sie wertvolles Wasser sparen können, finden Sie hier.

Tipp 1: Den eigenen Wasserverbrauch kennen

Wasserverbrauch wird oft mit dem Verbrauch von Trinkwasser assoziiert. Allerdings trinkt ein durchschnittlicher Mensch nur etwa 2 bis 2,5 Liter Wasser täglich. (Mit einem Wasserbedarf-Rechner können Sie sich Ihren persönlichen Bedarf genau ausrechnen.) Schon eine Minute unter der Dusche verbraucht hingegen in etwa 10 bis 15 Liter – das macht bis zu 150 Liter für eine 10-minütige Dusche.

Dabei wird schnell klar, dass die Wassermenge, die wir täglich trinken, nur einen verschwindend geringen Anteil an der tatsächlich verbrauchten Wassermenge ausmacht. Versuchen Sie stattdessen, im Alltag mehr darauf zu achten, an welchen Stellen besonders viel Wasser zum Einsatz kommt. Das gibt Ihnen bereits einen Anhaltspunkt, wo Sie am meisten sparen können.

Tipp 2: Verschwenderische Gewohnheiten ändern

Bei täglichen Tätigkeiten im Haushalt haben viele Menschen Angewohnheiten, die nicht unbedingt wassersparend sind, beispielsweise die folgenden:

  • Beim Zähneputzen oder beim Einseifen das Wasser laufen lassen.
  • Häufig ein Vollbad nehmen, statt schnell zu duschen.
  • Den Wasserhahn jedes Mal bis zum Anschlag aufdrehen.
  • Im Sommer mehrmals täglich duschen.

Solche Gewohnheiten sind, so bequem sie auch sein mögen, leider nicht sonderlich nachhaltig. Vielleicht schaffen Sie es, weniger oft in die Badewanne zu steigen oder die tägliche Dusche um einige Minuten zu reduzieren. Beim Wasserhahn reicht es oft, nur zur Hälfte aufzudrehen. Viele solche Kleinigkeiten können im Laufe der Zeit schon viel bewirken.

Tipp 3: Sparaufsätze benutzen

Wasserhähne und Duschköpfe lassen sich ganz einfach mit einem Sparaufsatz nachrüsten, der die hervorsprudelnde Wassermenge mit Luft mischt. Der Wasserstrahl wird gefühlt nicht weniger – eine komfortable Dusche ist damit immer noch möglich – doch der Wasserverbrauch wird stark reduziert. Im Bestfall sparen Sie so über die Hälfte der ursprünglich benötigten Wassermenge.

Tipp 4: Wasch- und Spülmaschine richtig einsetzen

Die Waschmaschine sollte immer nur voll beladen eingeschaltet werden. Wählen Sie dabei ein Sparprogramm und verwenden Sie nur die wirklich nötige Menge an Waschmittel. Auf Wäscheparfum, Weichspüler und Co. sollte besser ganz verzichtet werden. So verringern Sie den Wasserverbrauch für jeden Waschgang auf das absolute Minimum.

In der Küche gilt: Die Spülmaschine ist besser als die Handreinigung. Also keine Sorge, es ist nicht nur eine faule Ausrede, wenn Sie Ihr Geschirr lieber in die Spülmaschine geben. Auch hier ist jedoch wichtig, das Gerät nur voll beladen zu nutzen und Sparprogramme zu verwenden. Noch dazu sollten keine Speisereste in der Maschine landen – diese am besten vorher abkratzen, fließendes Wasser ist dazu meist gar nicht nötig.

Tipp 5: Wassersparende Geräte kaufen

Sehr alte oder billige Geräte arbeiten ineffizient und verschwenden gleichzeitig Strom und Wasser. Wenn Sie also z. B. eine neue Waschmaschine kaufen, lieber nicht zu geizig sein und eine mit hoher Energie-Effizienz-Klasse wählen. Aber Vorsicht: Tauschen Sie deswegen nicht jedes Gerät mit einigen Jahren auf dem Buckel sofort aus. Denn die Herstellung solcher Geräte benötigt ebenfalls eine ganze Menge Wasser.

Tipp 6: Auch auf den indirekten Wasserverbrauch achten

Der Wasserverbrauch eines Europäers liegt in etwa zwischen 50 Litern (Malta) und stolzen 243 Litern (Italien). Österreich liegt mit gut 137 Litern täglich dabei im Mittelfeld. Doch diese Zahl drückt nur den tatsächlichen Verbrauch eines jeden einzelnen aus – wichtiger als das ist jedoch der sogenannte indirekte oder „virtuelle Wasserverbrauch“.

Damit ist die Menge an Wasser gemeint, die für die Herstellung von Produkten und Dienstleistungen verwendet wird, die wir konsumieren: beispielsweise Lebensmittel, Kleidung, Technik oder Haushaltswaren. Rechnet man diesen Bedarf in unsere Pro-Kopf-Wassernutzung ein, befinden wir uns plötzlich bei 4.700 Litern Wasser, jeden Tag. Eine stolze Menge!

Wie viel Wasser große Händler und Industriekonzerne verbrauchen, kann jeder Einzelne zwar nur bedingt beeinflussen. Doch Sie können einen wichtigen Beitrag leisten, indem Sie bewusst einkaufen:

  • Kaufen Sie nur, was Sie wirklich brauchen.
  • Achten Sie auf Regionalität und Saisonalität beim wöchentlichen Lebensmittelkauf.
  • Vermeiden Sie Lebensmittelabfälle.
  • Tauschen Sie Computer, Handy und Co. nur dann aus, wenn die Leistung tatsächlich nicht mehr ausreicht oder das Gerät kaputt ist.
  • Second-Hand und Gebrauchtkauf sind tolle Optionen, z. B. für Technik und Kleidung.

Nachhaltiger Wasserverbrauch liegt in der Hand jedes Einzelnen

Wie diese 6 Tipps zeigen: Der nachhaltige Umgang mit Wasser betrifft nicht nur große Industriebetriebe oder die Politik – auch Privathaushalte tragen einen wichtigen Teil dazu bei. Der erste Schritt ist, ein Bewusstsein zu entwickeln und den eigenen Verbrauch kritisch zu betrachten. Ist das geschafft, sind Sie schon auf dem besten Weg, das eigene Handeln hin zu einem behutsameren Umgang mit Wasser zu verändern.

 

 

Die Kaffeemaschine richtig entkalken

Sie kennen es wahrscheinlich – das kleine rote Entkalkungssymbol auf der Kaffeemaschine. Oft blinkt es wochenlang, bis man sich irgendwann Zeit nimmt, Entkalker kauft und die Gebrauchsanweisung sucht. Wer regelmäßig entkalkt, schont sein Gerät. Bei verkalkten Leitungen fließt das Wasser langsamer durch und wird nicht so schnell erhitzt. Die Kaffeemaschine braucht mehr Energie, ist lauter und kann womöglich hohe Reparaturkosten verursachen. Viele Hersteller geben auch an, dass die Garantie erlischt, sollte man nicht regelmäßig seine Kaffeemaschine entkalken.

 

Vierhundert Tassen Kaffee – oder doch tausend?

Wie oft die Kaffeemaschine entkalkt werden muss, lässt sich gar nicht so leicht sagen. Manche Hersteller geben an, dass das Entkalkungssymbol nach vierhundert Tassen zu leuchten beginnt, bei anderen blinkt es erst nach tausend. Das sind also nur grobe Annäherungen. In Wahrheit hängt es mit dem Wasserhärtegrad zusammen, bei hartem Wasser muss entsprechend öfter entkalkt werden als bei weichem. Nutzen Sie in Ihrem Haushalt eine Enthärtungstechnologie, spart Ihnen das hier viel Arbeit. Das Entkalkungssymbol ist aber jedenfalls ein guter Anhaltspunkt. Wer sich daran hält, entkalkt zumindest regelmäßig.

Eine andere Faustregel ist, die Kaffeemaschine zwei bis vier Mal im Jahr zu entkalken. Auch der eigene Kaffeekonsum kann als Richtwert gelten. Bei durchschnittlicher Wasserhärte und zwei Tassen täglich sollten Sie alle sechs Monate entkalken, bei acht Tassen oder mehr alle zwei Monate. Vielleicht merken Sie aber auch selbst, wann es Zeit ist, zu entkalken. Fader Geschmack, ein weniger volles Häferl oder weniger heißer Kaffee können Anzeichen für Kalkablagerungen im Inneren der Maschine sein. Bei Filterkaffeemaschinen und älteren Modellen ohne Entkalkungssymbol müssen Sie sich ohnehin auf solche Einschätzungen verlassen.

 

Chemische Entkalker und Entkalken mit Hausmitteln

Zum Entkalken braucht es eine Säure. Ob diese in einem Chemieprodukt aus dem Supermarkt steckt oder Sie ein Hausmittel verwenden, ist prinzipiell egal. Die meisten Kaffeemaschinenhersteller empfehlen ein bestimmtes Produkt, mit dem sie ihre Geräte getestet haben und für das sie eine Garantie geben können. Das heißt aber nicht, dass ein anderes Mittel schlecht für die Kaffeemaschine ist. Universalentkalker haben oft dieselben Inhaltsstoffe wie teurere Markenprodukte. Wichtig ist, das richtige Mischverhältnis laut Hersteller zu beachten.

Entkalker selbst herstellen

Wer möchte, kann einen chemischen Entkalker selbst herstellen. Viele Markenprodukte arbeiten mit Amidosulfonsäure, diese kann man online in großen Gebinden bestellen. Aufpassen sollte man bei der Dosierung – erhitzt die Kaffeemaschine die Entkalkerlösung, darf sie nicht zu hoch konzentriert sein. Ansonsten kann es zu Ausfällen kommen, das bedeutet, dass sich Säurekristalle im Inneren festsetzen. Die Hitze verstärkt die Wirkung der Säure, sodass sie auch in niedriger Konzentration wirksam entkalkt. Folgendes Mischverhältnis sollte nicht überschritten werden:

  • Heißentkalkung: 15 Gramm Amidosulfonsäure auf einen Liter Wasser
  • Kaltentkalkung: 100 Gramm Amidosulfonsäure auf einen Liter Wasser

Hausmittel nur auf eigene Gefahr

Beim Entkalken wird gern auf Hausmittel zurückgegriffen. Was beim Wasserkocher gut funktioniert, passt aber nicht unbedingt für die Kaffeemaschine. Maschinenhersteller raten etwa von Essig ab, da dieser Gummidichtungen in den Geräten beschädigen kann. Außerdem kann er geschmacklich im Kaffee bleiben. Zitronensäure ist nicht unbedingt zum Entkalken der Kaffeemaschine geeignet. Wird die Säure erhitzt, verbindet sie sich mit Kalk und kann noch hartnäckigere Ablagerungen bilden. Erfolg kann man damit zwar haben, jedoch auf eigene Gefahr. Eine Tasse Essig wird mit zwei Tassen Wasser gemischt, bei Zitronensäure gibt man einen Esslöffel in den vollen Wassertank. Manche schwören darauf, eine Gebissreinigertablette, ein Aspirin oder ein Päckchen Backpulver im vollen Wassertank aufzulösen und das Entkalkerprogramm damit auszuführen. Bei weniger hartnäckigen Verkalkungen kann das durchaus funktionieren.

 

Kaffeemaschine entkalken – so funktioniert’s

Zuerst gilt es abzuklären, ob die Kaffeemaschine ein eigenes Entkalkungsprogramm hat. Bei den meisten Espressomaschinen und Kaffeevollautomaten ist das der Fall, moderne Filterkaffeemaschinen verfügen meist auch über ein solches Programm.

Diese Hinweise sind sehr allgemein gehalten, weil jede Kaffeemaschine anders ist. Wir haben einige Besonderheiten der einzelnen Hersteller zusammengefasst. Vielleicht können Ihnen diese weiterhelfen, ansonsten finden Sie auch die Herstellerseiten verlinkt.

 

Senseo Kaffeemaschine entkalken

Philips, der Hersteller von Senseo, empfiehlt die Entkalkung mindestens einmal in drei Monaten durchzuführen. Nach vierhundert Tassen Kaffee beginnt das Entkalkungslicht mit der Aufschrift „CALC“ zu leuchten. Wenn der Kaffee nur mehr lauwarm ist, die Tasse nicht so voll wird wie sonst oder das fertige Getränk keine Schaumschicht hat, ist es auch an der Zeit, zu entkalken. Detaillierte Videos zum Entkalken der einzelnen Modelle finden Sie hier auf der Philips-Seite.

 

Dolce Gusto Kaffeemaschine entkalken

Eine Dolce Gusto Kaffeemaschine sollte laut Hersteller zwei Mal im Jahr entkalkt werden. In den Entkalkungsmodus kommt man bei den meisten Modellen, indem man den Einschaltknopf fünf Sekunden lang gedrückt hält. Bei der Dosierung muss das Maximum ausgewählt werden, danach kann je nach Belieben entweder heiß oder kalt entkalkt werden, indem man den entsprechenden Knopf drückt. Eine Videoanleitung bietet ebenfalls der Hersteller auf der eigenen Seite.

 

 Tassimo Kaffeemaschine entkalken

Auch bei Tassimo Kaffeemaschinen leuchtet ein rotes Entkalkungs-LED, wenn die Maschine denkt, dass sich bereits reichlich Kalk abgelagert hat. Zum Entkalken benötigt man eine spezielle Entkalkerdisc. Das ist eine kleine, gelbe oder orange Disc, die mit der Kaffeemaschine mitgeliefert wird. In der Regel finden Sie diese hinter dem Wassertank. Die Reinigungsdisc wird wie eine normale Kaffeedisc eingelegt, erst dann kann der Vorgang gestartet werden. Dazu wird der Startknopf einige Sekunden gedrückt gehalten. Auf der Tassimo-Seite können Sie Ihr Modell auswählen und finden eine detaillierte Beschreibung.

 

Nespresso Kaffeemaschine entkalken

Nespresso empfiehlt, die Kaffeemaschine mindestens zweimal jährlich zu entkalken. Fast alle Modelle machen aber ohnehin optisch auf die bevorstehende Entkalkung aufmerksam. Vor dem Vorgang müssen alle Kapseln entfernt werden und die Entkalkerflüssigkeit eingefüllt werden. In den Entkalkungsmodus gelangen Sie, wenn Sie die Tasten zur Kaffeegröße gleichzeitig gedrückt halten. Manche Modelle haben zwei solche Tasten, manche drei. Den Vorgang starten Sie mit Drücken der Lungo-Taste. Um nach dem Vorgang wieder in den normalen Modus zurückzugelangen, halten Sie einfach wieder die Tasten zur Kaffeegröße für einige Sekunden gedrückt. Ausführliche Informationen dazu finden Sie direkt bei Nespresso.

 

Cafissimo Kaffeemaschine entkalken

Auch Cafissimo Kaffeemaschinen haben ein Entkalkungslämpchen, das in regelmäßigen Abständen auf sich aufmerksam macht. Je nach Modell gibt es verschiedene Möglichkeiten, in den Entkalkungsmodus zu gelangen. Dazu werden entweder die obere und mittlere Kaffeesortentaste oder die Dampftaste und Einschalttaste gemeinsam oder die Caffe Crema Taste gedrückt gehalten. Eine ausführliche Videobeschreibung zu Ihrem Modell finden Sie am Tchibo-Blog.

 

Delonghi Kaffeemaschine entkalken

Bei Delonghi leuchtet ein rotes LED, wenn es Zeit ist, zu entkalken. Das funktioniert prinzipiell über die Aufschäumdüse. Die Entkalkungsflüssigkeit wird eingefüllt, der Entkalkungsmodus ausgewählt und der Dampfdrehknopf ganz geöffnet. Danach läuft das Programm von selbst. Wer seine Bedienungsanleitung verlegt hat und sich nicht mehr erinnert, wie man in den Entkalkungsmodus kommt, findet hier alle Infos zu Delonghi Kaffeemaschinen.